[Redaktionssitzung] Evolutionsbremse Konsolen?

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Bremsen Konsolen die Evolution im Videospielbereich aus? Dieser Frage uns noch vielen weiteren gehen wir in der heutigen Podcast-Folge nach. Chris, Dave und Robin nehmen bei der Diskussion kein Blatt vor den Mund und kommen am Ende auf ein interessantes Ergebnis.

Comments
  • Sascha1

    25. November 2020

    Ich habe auch alle Playstations hier daheim, bin aber eigentlich zu 99% PC Spieler. Konsole ist wirklich nur für die paar wenigen Exklusivtitel wie Until Dawn.
    Ausbremsen tun die Konsolen nicht mehr so wie damals gefühlt obwohl man vor 15 Jahren hast ja alle zwei Jahre eine neue Grafikkarte gebraucht hat. Mein Prozessor ist jetzt ca. sieben Jahre alt und da läuft alles noch super. Nur die Grafikkarte habe ich letztes Jahr erneuert. Kann Shadow of the Tomb Raider ohne Probleme auf Max spielen.

    Da Ihr ja schon alle Vorteile der Konsole aufgezählt habt, bringe ich die für mich hier vielen negativen Seiten, die mir das Spielen unnötig erschweren bzw. vermiesen:

    Angefangen mal vom Online-PS4-Store. Was für eine Qual sich da durchzuklicken. Wenn man den Steam-Store gewohnt ist, dann macht das einfach keinen Spaß.
    Bei der WII hat Nintendo kurz nach dem Release der WII U einfach die Multiplayer-Server abgeschaltet. So etwas geht ja gar nicht.
    Die Online-Kosten sind auch so ein Ding, da bringen auch die kostenlosen Spiele pro Monat nichts, wenn sie einem nicht gefallen. Meine Konsolen werden daher alle nur offline betrieben.
    Irgendwo habe ich auch mal gelesen, dass die WII bei Doom so heiß wird, dass sie fast kocht. Kann doch nicht gut sein für die Konsole. Könnte mir schon vorstellen, dass das die Lebenszeit der WII spürbar verkürzt, wenn man diesen Titel lange spielen sollte.

    Nervig ist auch oft die vorgegebene Steuerung. Zwei, drei Layouts gibt´s oft, aber dass ich jeden Knopf nach meinen Wünschen belegen kann, das ist leider die große Ausnahme. Uncharted auf dem PC wäre so viel besser, da mich die Schießeinlagen auf der Konsole nur noch genervt haben, leider. So sehr sogar, dass man kurz davor war mit dem Spiel aufzuhören.

    Einers meiner Lieblingsspiele ist Trackmania. Und bevor ich das Spiel überhaupt gestartet habe, musste ich mir erstmal ein Custom-Auto runterladen. Wie geil! Dann kam die Konsolen-Version – ohne Mods, wie immer. Was für eine Enttäuschung… Auch andere Spiele leben von Mods und Custom Maps, wie Killing Floor 2.

    Und weil Ihr noch Cloudgaming angesprochen habt. Inzwischen gibts ja auch noch Stadia und Co. Da würde mich mal interessieren, wie lange ich die Garantie habe, meinen Titel spielen zu können. Angenommen ich kaufe mir da das neue Call of Duty zum Vollpreis oder auch ein Nieschenspiel für 1,99, kann ich es dann noch in 15 Jahren spielen oder hat man da einfach Pech gehabt?

    Alles in allem mag ich aber trotzdem Konsolen, da ich gern mal auf der Couch spiele vor dem großen TV. Ich erinnere mich an wundervolle Stunden mit The last Guardian. Aber mein Herz gehört dem PC. <3 Die Eierlegende Wollmilchsau für mich.

    Viele Grüße

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    • Chris2

      26. November 2020

      Das Cloudgaming ist schon eine neue Evolutionsstufe und ich habe die gleichen Bedenken wie du, was passiert, wenn ein Anbieter auf einmal pleite geht. Ich denke, dass dann aber schon der nächste Kandidat in den Startlöchern steht und den Friedhof aufkauft. Das wertvollste solcher Unternehmen sind ja schließlich die Kunden und Kundendaten – die sind mehr Wert als die Spielelizenzen. Ich finde es zudem sehr gut, dass Spiele nun eine deutlich längere Lebenszeit haben. Datenträger sind irgendwann kaputt gegangen und an Ersatz zu kommen war meistens nicht möglich, insbesondere im Retrobereich. Heute werden alte Titel nach und nach portiert, geremastert oder remaked. Auf der Nintendo Switch kann man sich als Abonnent ja sogar alte NES und Super NES Spiele herunterladen. Retrospiele als Mehrwertsystem – ein interessanter und kluger Schachzug von den Japanern.
      Bei den Konsolen sehen wir ja bei Microsoft und Sony gerade einen Umbruch. XBox-Spiele decken sich ja eigentlich mit PC-Spielen, bzw. die Infrastruktur ist ja praktisch die gleiche. Bei Sony gibt es nun zwei Playstation-Modelle. Ich hoffe, dass mit der ersten Generation ohne Laufwerk dann auch ein Relaunch des Shops einhergeht. Warten wir mal ab.
      Was sich mir noch nicht erschließt ist, ob die Quersubventionierung von Konsolen über Spielekäufe wirklich ein Zukunftsmodell ist. Wie du schon geschrieben hast, sind mittlerweile selbst alte PCs durchaus in der Lage aktuelle Titel noch in sehr guter Qualität darzustellen. Ältere Spiele bekomme ich zudem teilweise für nur ein paar Euro. 70+ Euro für einen aktuellen Konsolentitel, der auch noch über Jahre bestehen bleibt – ist meines Erachtens nicht mehr ganz zeitgemäß. Warten wir mal ab was passiert. 🙂

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      • Sascha3

        3. Dezember 2020

        Hallo Chris, habe gerade zufällig mitbekommen, dass Nintendo den Support für Super Mario Maker einstellt. Da ich ja erst vor einigen Tagen euer Thema gehört habe, dachte ich mir, ich schreibe das hier einfach mal noch dazu. :Das Spiel ist jetzt gerade mal fünf Jahre alt und wird sicherlich noch oft gespielt und vor allem werden die Maps hochgeladen und geteilt. Wenn das wegfällt, verliert das Spiel doch seine Seele.
        Ich verstehe Nintendo einfach nicht. Mit Kundenbindung hat das wenig zu tun. Der Betrieb des Masterservers wird sicherlich nicht so teuer sein.
        Als Kind habe ich Nintendo wirklich geliebt, aber wie knallhart sie sich wirtschaftlich verhalten, damit verspielen sie schon viele Sympathien.

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        • Chris4

          3. Dezember 2020

          Hi Sascha, ich kenne den Super Mario Maker nur vom Hörensagen. Ich gebe dir aber recht, dass es schade ist, wenn Kern- und/oder Onlinefunktionen nicht mehr gepflegt werden. Das ist eine bedeutende Gefahr bei solchen Titeln. Ich habe bspw. vor einiger Zeit Ghostbusters – The Video Game für die PS3 gekauft. Nach dem Anspielen kam heraus, dass die Onlinefunktion mittlerweile deaktiviert wurde, d.h die Server wurden heruntergefahren. Hierdurch geht ein enormer Teil des Spiels flöten. Ich gebe dir recht, dass eigentlich der Betrieb eines Servers geldlich nicht so sehr ins Gewicht fallen sollte, aber bestimmt hängt es mit den Supportkosten zusammen. Ich würde mir wünschen, das die Entwickler da in Zukunft mehr Gehirnschmalz investieren, da ansonsten irgendwann nur noch Spieleleichen in den digitalen Archiven verstauben. Wäre ja schade drum.

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