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Da sitze ich plötzlich auf dem Rücksitz eines alten amerikanischen Cabrios und vor mir sitzen Sam & Max in Lebensgröße. Wir fahren den Häuserblock entlang und plötzlich schwebt das überlebensgroße Logo von Sam & Max: This Time It’s Virtual! ins Bild. Ich bin beeindruckt, fange an zu grinsen und erinnere mich an gute alte Point & Click Adventure Zeiten mit dem Chaosduo. Ob das Spiel mich in den Bann gezogen hat, lest ihr in diesem Artikel.

Ich beginne das Spiel als Anwärter der Freelance Polizei und muss in zahlreichen Minispielen Geschick beweisen, um mein begehrtes Diplom zu erhalten. Ich betrete das Büro der zwei Chaoten und muss erstmal Kaffee kochen, Corndogs zubereiten und Darts, Messer und Äxte lernen auf das Dartbrett zu werfen. Es macht Spaß das kleine Büro zu erkunden und dabei ist es nur der Auftakt zu dem was noch kommt.

Im Hauptquartier müssen wir Kaffee kochen und Kakerlaken erschießen.

Das erste Monster begegnet mir vor der Haustür der Beiden und ich muss ein riesiges mehrköpfiges Monster mit einer Panzerfaust beschießen. Dabei gehe ich gekonnt hinter Barrikaden in Deckung und lege mich dabei im Wohnzimmer fast auf die F…. Wer in VR spielt kennt das Problem, manchmal kann es etwas zu immersiv werden und Sam & Max schafft das mit Leichtigkeit.

Im weiteren Verlauf besuchen wir einen Vergnügungspark und müssen dort Parcours ablaufen, Bomben entschärfen und ganz nebenbei ergibt sich eine kleine Rahmenhandlung bei der wir eine entscheidende Rolle einnehmen. Die Minigames sind alle toll, ab und zu streikt aber die Technik und Events werden nicht getriggert oder Gegenstände verschwinden hinter Wänden. Die heftigen Fehler halten sich aber in Grenzen und so fühlt man sich wirklich mittendrin, statt nur dabei.

Auf dem Rummelplatz müssen wir einzelne Stationen bestehen und werden bewertet.

Eine handvoll Szenen waren allerdings etwas heftig für meinen Magen, da mir bei bestimmten Bewegungen einfach übel wird. Nach einer kurzen Pause konnte es weitergehen. Schlecht klappt allerdings die Wurfmechanik. Wenn wir Granaten oder Gegenstände gezielt werfen sollen, klappt das auf der Pico 4 nur bedingt. Ob das am Controller liegt oder am Spiel kann ich leider nicht sagen. Schön ist aber, dass wir sogar dem Splint aus den Granaten ziehen müssen. Sonst passiert nix nach dem Werfen. Falls wir nicht weiterkommen, gibt es einige Hinweise über das Menü. Bei mir resultierte die Ratlosigkeit aber nur aus der Tatsache heraus, dass ich nicht alles verstanden habe – gleich noch mehr dazu.

Für das gesamte Spiel benötigt man etwa drei bis fünf Stunden, je nachdem ob man einige Minigames wiederholt oder nur das Spiel einmal durchspielen möchte. Die Länge ist aber okay und verteilte sich bei mir über mehrere Abende. Mir hat der Trip in die Comicwelt wirklich gut gefallen und zu gerne würde ich mit den beiden nun öfters auf Streife gehen – mein Diplom habe ich zum Schluss natürlich bekommen. Für mich ist das Spiel ein Hit mit einer klaren Kaufempfehlung. Ihr solltet aber Englisch können, denn eine deutsche Übersetzung gibt es leider nicht. Durch die amerikanische Mundart waren mir die Übersetzungen nicht immer möglich – das war an der ein oder anderen Stelle hinderlich.

Am Ende erhalten wir unser verdientes Diplom.

 

 

About author

Chris

Christian Thieme ist Fotograf, Journalist und PR-Berater. Der gebürtige Niederrheiner wurde in Wesel geboren und hat mit sechs Jahren seine Leidenschaft für Computerspiele entdeckt. Sein erstes System war der Commodore Amiga 500 gefolgt von einem 486er DX 40. Sein liebstes Genre sind Point & Click Adventures.

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