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Rollerdrome

Kennt ihr den Science-Fiction Film Rollerball von 1975? James Caan kämpfte hier an der Seite von John Beck in einer blutigen und brutalen Sportart namens Rollerball ums Überleben. Als ich die ersten Screenshots und Videos vom Spiel Rollerdrome gesehen habe, hat mich das unweigerlich an diesen SciFi Klassiker erinnert.

Dabei schaut das Art-Design eigentlich so aus, als wäre der französische Comiczeichner Jean Giraud, besser bekannt als Moebius, dafür verantwortlich gewesen. Man kann auf jeden Fall klar erkennen, vom wem Roll7, die Macher von OlliOlli, inspiriert wurden.

Im Jahr 2030 in einer Welt, in der Unternehmen regieren, schlüpfen wir in die Rolle von Kara Hassan und kämpfen in einem blutigen Gladiatorenkampf auf Rollschuhen um unser Leben. Ähnlich wie in Rollerball geht es auch bei Rollerdrome darum, eine gute Show für die Massen zu veranstalten damit diese gut unterhalten werden. Das Skaten selbst, geht dabei sehr einfach von der Hand und fühlt sich gut an. Auch das Geschwindigkeitsgefühl stimmt und schon nach kurzer Zeit sprinten wir, fast so gut wie Skateboard Legende Tony Hawk, durch die Arenen. Was bei Rollerdrome aber hinzu kommt sind Waffen, sowie die aus der Max Payne-Reihe bekannte Bullet-Time. Aus dieser Kombination ergeben sich spektakuläre Szenen.

Durch ausgeführte Tricks oder perfekte Ausweichmanöver erhalten wir Munition zurück, durch Kills Gesundheit. Man sollte also versuchen, ein gutes Gleichgewicht zwischen Bewegung und Angriff zu finden.

Hat man erst mal den richtigen Flow gefunden und verinnerlicht, welche Waffen bei welchem Gegner am effektivsten sind, dann zieht einen Rollerdrome regelrecht in seinen Bann und man heizt automatisch immer schneller durch die Arenen. Für die passende Atmosphäre dabei sorgen der treibende Soundtrack und die großartige Soundkulisse. Das Rollgeräusch der Skates auf dem Beton, die Explosionen, die Schüsse & Raketen, alles klingt stimmig.

Wie in der Devil May Cry Reihe kommt, es auch bei Rollerdrome darauf an, die Feinde mit Stil auszulöschen. Rast man also im affenzahn an einem Gegner vorbei, führt dann einen Salto aus und wirft ihm dabei eine Granate um die Ohren, schaut das nicht nur cool aus, sondern gibt auch Punkte. Und das Publikum will ja schließlich unterhalten werden. Da der Fortschritt der Spielkampagne an Herausforderungen gebunden ist, werden wir automatisch dazu ermutigt waghalsige Moves auszuführen.

Je weiter wir im Spiel voranschreiten, desto komplexer wird das Spiel. Neue Gegnertypen, verlangen uns neue Taktiken ab, unser persönliches Waffenarsenal wird größer und die Schwierigkeitskurve des Spiels zieht an, wird dabei aber niemals unfair. Auch die Story deckt mehr und mehr die rätselhaften Absichten des Matterhorn-Unternehmens auf.

Wem Rollerdrome zu schwer ist, der kann Spiel, dank einer ganzen Reihe von Modifikatoren, einfacher machen. Macht man sich das Ganze aber zu leicht, wirkt sich das auf die Bestenliste aus und die wirklich hohen Punktzahlen sind so nicht mehr zu erreichen. Es gilt also das Motto: Git Gud!

Bei all dem ist natürlich auch die Geschwindigkeit wichtig. Unterschreiten das vorgegebene Zeitlimit, gibt es einen Bonus, überschreiten wir das Zeitlimit gibt es Punktabzug.

Auf der PlayStation 5, auf der das Spiel von mir getestet wurde, lief Rollerdrome absolut fehlerfrei und lieferte, auch wenn auf dem Bildschirm ordentlich was los war, eine stabile Framerate.

Was für einen Eindruck hat das Rollerdrome bei mir hinterlassen?

Wenn ich Rollerdrome mit wenigen Worten beschreiben sollte, würde ich sagen, Tony Hawk trifft auf Max Payne. Das Ganze schaut dabei visuell so stylisch aus, dass auch der Zuschauer gut unterhalten wird. Hat einen das Spiel erst mal so richtig gepackt, dann bietet Rollerdrome eine süchtig machende Schleife aus rasanter Action und gutem Gameplay.
Immer wieder wagt man sich in die Skate Arena um seine persönlichen Bestleistungen zu knacken und den Score weiter in die Höhe zu schrauben.

Hier geht es zum Official Cinematic Launch Trailer auf YouTube.

8.0

Redakteur

Overall rating

Grafik
8.0
Technik
8.0
Spielspass
8.0
Positiv
  • toller Look
  • gutes Gameplay
  • treibende Musik
  • guter Wiederspielwert
Negativ
  • wenig Abwechslung im Endgame
About author

Björn

Ex-Ruhrpottler Münsterländer dessen Leidenschaft seit dem ersten Kontakt mit PONG die Videospiele sind, nebenher Kino, Film und Serienjunkie der hauptberuflich in der IT tätig ist. Sein großer Traum wäre es einmal mit dem Hinterkopf aufs Klo zu knallen und dann den Bauplan vom Fluxkompensator im Kopf haben.

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