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5. August 2026
Xsolla baut Brücken nach Baku
Games-Wirtschaft in Aserbaidschan
Wenn eine Games-Branche wachsen soll, braucht sie mehr als Studios und gute Ideen. Ausbildung, Kontakte, Kapital und Gelegenheiten zum Experimentieren gehören ebenso dazu. Genau an diesen Punkten wollen Xsolla und die in Baku ansässige Innovations- und Investmentplattform SABAH.HUB künftig gemeinsam arbeiten. Grundlage ist ein Memorandum of Understanding, das beide Partner am 1. Juli 2026 unterzeichnet haben. Öffentlich bekannt gegeben wurde die Vereinbarung am 8. Juli.
Die Zusammenarbeit ist Teil einer bereits bestehenden Partnerschaft von Xsolla mit staatlichen Akteuren in Aserbaidschan. Inhaltlich soll sie vor allem Ausbildung, Talentförderung, Karrierechancen, Unternehmertum und die Entwicklung junger Unternehmen miteinander verbinden. Gleichzeitig sollen Kontakte zwischen Studenten, Gründern, Investoren und internationalen Technologieunternehmen entstehen. Für die Games-Branche des Landes könnte daraus ein dichteres Netzwerk zwischen Ausbildung und Wirtschaft werden.
Geplant sind unter anderem Gaming-Bildungsprogramme, Workshops, Seminare, Konferenzen, Bootcamps, Hackathons und Networking-Veranstaltungen. Dabei geht es nicht allein darum, Wissen über Spieleentwicklung zu vermitteln. Die Teilnehmer sollen auch Einblicke in aktuelle Arbeitsweisen und kommerzielle Möglichkeiten des internationalen Games-Marktes erhalten. Xsolla und SABAH.HUB wollen so stärker miteinander verknüpfen, was in jungen Games-Ökosystemen gern einmal getrennt voneinander wächst: technische Fähigkeiten, Unternehmertum und Zugang zu Geschäftspartnern.
Ein Baustein der Kooperation ist Baku ID, der Baku Investment Day. Die für Herbst 2026 erwartete Veranstaltung soll Start-ups, Investoren und weitere Akteure aus Emerging Europe, der Türkei, dem Nahen Osten, Nordafrika und Zentralasien zusammenbringen. Damit richtet sich der Blick nicht nur auf den heimischen Markt. Baku soll gleichzeitig als Schnittstelle zwischen mehreren Wirtschaftsregionen dienen.
Auch räumlich soll das Thema Innovation in Baku sichtbarer werden. Mit SABAH.city ist ein Technologiepark und Innovationscluster auf einer Fläche von rund 20 Hektar geplant. Hinzu kommt ein Netzwerk aus Hochschulen und Studierenden im Land. Darüber sollen Nachwuchskräfte frühzeitig mit Technologieunternehmen und der Games-Branche in Kontakt kommen.
Xsolla sieht dabei Potenzial in Aserbaidschans junger und technikaffiner Bevölkerung sowie in der geografischen Lage zwischen Europa und Asien. Anatoly Strutinsky, Regional SVP of Government & Industry Relations bei Xsolla, verbindet mit der Kooperation deshalb nicht nur die Entwicklung neuer Spiele. Es gehe ebenso darum, Bedingungen zu schaffen, unter denen Talente, Start-ups und Technologieunternehmen Produkte und Partnerschaften für internationale Märkte aufbauen können.
Auch SABAH.HUB betrachtet die Vereinbarung als langfristige Aufbauarbeit. CEO Rahim Bayramli stellt dabei vor allem die Förderung lokaler Talente und die Entwicklung eines tragfähigen Innovationsumfelds in den Vordergrund. SABAH.HUB selbst bündelt bereits mehrere Programme rund um Ausbildung, Start-up-Unterstützung, Venture Capital und Talentförderung.
Für Aserbaidschans Games-Szene dürfte deshalb weniger die Unterschrift unter dem Memorandum entscheidend sein als das, was anschließend daraus entsteht. Workshops und Hackathons sind schnell angekündigt. Interessanter wird sein, ob daraus Studios, Jobs, Investitionen und internationale Projekte hervorgehen. Mit Xsolla und SABAH.HUB stehen dafür nun zumindest zwei Partner am selben Tisch.
(Quelle: Xsolla)
oben: Anatoly Strutinsky, Regional SVP of Government & Industry Relations at Xsolla
unten: Rahim Bayramli, CEO of SABAH.HUB


