• Grafik
  • Story
  • Spieldauer
  • Steuerung
  • Spaßfaktor

Dead Space ist ein bisschen in die Jahre gekommen. Allerdings gibt es gute Gründe warum man es nochmal spielen sollte. Wir sagen euch, warum Dead Space so viel Spaß macht, dass wir es nach 9 Jahren wieder ausgegraben haben.

Das Jahr 2008 war für PC-Spieler ein gutes Jahr. Es erschienen so grandiose Spiele wie GTA 4, Portal oder Mass Effect. Das Survival-Horror Spiel Dead Space kann sich mit Recht in die Reihe dieser großen Namen einreihen. Am 6. November 2008 hieß es nämlich für alle Fans des gepflegten Gruselns und Erschreckens: „Das ist also die Ishimura? Beeindruckend.“

Vom Entwickler EA Redwood Shores und vom Publisher Electronic Arts auf den Markt gebracht, galt der Third-Person Shooter inoffiziell als das innovativste Spiel des Jahres. Das lag vor allem daran, dass man in Dead Space nicht einfach drauf los ballern sollte, denn die schrecklich entstellten ehemaligen Besatzungsmitglieder der USG Ishimura sind einfacher zu beseitigen, wenn auf ihre Extremitäten gezielt wird. Auch grafisch spielte Dead Space seinerzeit in der obersten Liga mit.

Die Story

Wir spielen als Isaac Clarke, ein Ingenieur, der mit seinen Kollegen auf einer Reparaturmission zum Bergbauschiff USG Ishimura unterwegs ist, um dort Kommunikationsproblemen auf den Grund zu gehen. Mit dabei sind Zach Hammond, Leiter des Einsatzes und Sicherheitsoffizier sowie Kendra Daniels, eine Technikspezialistin. Bei Ankunft an der Ishimura stellt die Crew um Isaac schnell fest, dass etwas nicht stimmt. Der anschließende Landeanflug geht  fürchterlich schief und Isaac und seine Kollegen sind gestrandet. Schnell finden die drei heraus, dass die Crew der Ishimura sich in so genannte Necromorphs verwandelt hat und ihnen ans Leder will. Grund hierfür ist der mysteriöse „Marker“ der von einer Sekte namens Unitolgy verwendet wurde, um die Menschheit auf die nächste Evolutionsstufe zu bringen. Da dies offensichtlich keine sonderlich gute Idee ist, kämpft und repariert sich Isaac durch das Schiff und versucht nicht nur zu entkommen, sondern auch den Wahnsinn von Unitology aufzudecken und zu stoppen.

Die Grafik und die Technik

Grafisch ist Dead Space sicherlich ein Kleinod. Die Atmosphäre und Stimmung auf dem menschenleeren und völlig kaputten Raumschiff Ishimura wirkt durch die schummrige Beleuchtung und die Soundkulisse sehr stimmig und realistisch. Oft vergisst man, dass dieses Spiel 2008 entwickelt wurde. Allerdings findet man trotzdem einige störende Punkte. Das Ragdoll-Design der Gegner wirkt nicht ganz ausgereift, vor allem wenn man in Aufzügen den Necromorphs den Garaus macht. Denn dann wackeln die Überreste während der Fahrt bedenklich und verursachen Soundloops, die an die Nerven gehen. In manchen Bereichen der Ishimura wird das Bild zudem sehr körnig was natürlich Geschmackssache ist und vermutlich zur Atmosphäre beitragen soll.

Das Gameplay

Die eigentliche Neuerung ist aber das Schießen auf die Arme und Beine der Gegner. Dies ist nicht nur herausfordernd, sondern wird vom Spiel auch belohnt. Die Necromorphs lassen sich so nämlich erheblich einfacher beseitigen. Genaues Zielen ist auch aufgrund der ständigen Munitionsarmut bitter nötig. Zwar gibt es Shops, in denen wir Munition und neue Anzüge für unseren Helden Isaac kaufen dürfen, die Preise sind aber happig. Neben dem treuen Plasmacutter, der durch die Necromorphs schneidet wie ein Lichtschwert durch Stahltüren, helfen uns auch Stase (ein Energiestrahl der die Zeit vorübergehend verlangsamt) und die Kinese, mit der wir schwere Container und ähnliches bewegen, die kleinen Rätsel zu lösen, vor die uns das Spiel stellt.

Die Steuerung

Der größte Kritikpunkt ist die äußerst behäbige Bewegung unseres Helden Isaac. Klar, er steckt in einem schweren Raumanzug, aber in manchen Situationen fehlt ihm einfach die nötige Agilität um sich gegen mehrere Gegner erfolgreich durchzusetzen, die teils um ein vielfaches schneller sind als er. Die Navigation im Inventar ist nur mit Tastatur möglich, was das Ganze sehr fummelig macht. Hier hätten wir uns definitiv eine Mausunterstützung gewünscht.

Das Fazit

Trotz der Schwächen in der Steuerung macht Dead Space auch 9 Jahre nach der Veröffentlichung noch sehr viel Spaß. Die Schreckmomente sind gut platziert und funktionieren (liebe Nachbarn, sorry wegen des Geschreis um 3 Uhr nachts…). Die Atmosphäre auf der Ishimura ist dem Setting angemessen und zieht einen förmlich ins Spiel hinein. Leider ertappen wir uns öfter beim Spielen dabei, dass wir die Augen verdrehen, wenn es wieder einmal heißt: „Isaac dies und das ist kaputt, finde das Ersatzteil und repariere es!“ Dennoch macht es Sinn, einen Blick aus heutiger Sicht auf Dead Space zu werfen. Genau das hat Dave auch in einem aktuellen Let’s Play getan: